19. Spieltag 2017/18 -> Einheit Glaubitz

Der Stolz der Gemeinde!

19. Spieltag

22. April 2018

Traktor Baßlitz - Einheit Glaubitz

Bitter Heimpleite

Auf Grund des Zeitmangels, vom Baßlitzer Berichtschreiber, ist hier der Bericht vom SV Einheit Glaubitz!

 

"Am letzten Sonntag ging es zur Auswärtsfahrt zum SV Baßlitz in Ackerlandstadion, wo uns zur unchristlichen Anstoßzeit 10.30 die kampfstarken Gastgeber und ein Frühschopper-Fachpublikum erwarteten... Dabei sollte bei frühsommerlichen Temperaturen und Bratwurstgeruch an die gute Leistung gegen Großenhain angeknüpft werden und der Gastgeber neben Annahme des Kampfes auch wieder geordnet und spielerisch bespielt werden. Hier kann man kurz vorgreifen, denn dieses Vorhaben war über die volle Spielzeit gegen null erkennbar, nehmen wir mal eine brauchbare Phase vor der Halbzeitpause raus. Dies auf die überschaubare Platzgröße, die ein breitmachen des eigenen Spiels sicherlich wenig unterstützt hat, wäre zu einfach, da man sich wieder durch zu viele einfache Fehler (ungenaues Kurzpassspiel, Ballannahmen, Deckungsverhalten) das Leben selbst schwer machte und es zu wenig verstand, die sich mehrfach andeutenden Stärken zu nutzen. Es gab immer wieder Situationen, in denen man klar erkannte, wie es hätte gehen können, wo gerade in der Zentrale durch ein schnelles Überbrücken, auch mal durch ein einfach gewonnenes Eins-gegen-Eins, das Spiel schnell gemacht wurde und sich der Gastgeber arg anfällig zeigte. So kam es auch zu beiden Toren im ersten Durchgang, indem der Ball beide Male schnell durchs Zentrum auf den rechten Flügel gespielt wurde und dann Philipp Hausmann einmal stark für Martin Kleinert durchsteckte, der dann hart und cool vollstreckte und in der anderen Situation unser Haar-Johnny Philipp Hausmann selbst den Abschluss suchte und dabei den gegnerischen Schlussmann auf dem falschen Fuß erwischte und sein viel umjubeltes erstes Tor für die Einheit erzielte.

Der zwischenzeitliche Ausgleich dagegen darf so niemals passieren, indem die Baßlitzer den Ball auf der linken Seite die Linie entlang spielten und dann eigentlich schon an der Grundlinie gestellt, doch noch den Weg in die Mitte fanden und ein Abschluss aus spitzen Winkel durch die Beine unseres Schlussmanns Franz Seidel den Weg ins Tor fand. Klar sieht er dabei als Torwart nicht sonderlich gut aus, andererseits ist es vermessen, wenn er bei dieser Situation nicht mit einer Hereingabe rechnet und daher wohl den kleinen Tick zu viel in Richtung Mitte unterwegs war. Vielleicht wäre auch alles ganz anders im Spiel gekommen, wenn es kurz vor der Einheit-Führung zu einer anderen Handhabung durch den Schiedsrichter gekommen wäre, der nach einem Pass- und Kommunikationsproblem in unserer Hintermannschaft und einem daraus resultierenden Foulspiel kurz vor dem Strafraum nur auf Gelb und nicht auf Rot entschied. In dieser 50/50-Situation hätte man sich wohl über einen Platzverweis wegen Notbremse trotz noch eventuell eingreifbereiten Verteidigers nicht beschweren dürfen...
Aufgrund der etwas besseren Spielanlage und dem brauchbaren Umschaltspiel ging nicht ganz unverdient mit einer Führung in die Kabine. Dies geschah mit dem Wissen, dass wir noch jede Menge Potenzial im ersten Durchgang ungenutzt ließen, indem wir das gute Umschalten durch zu viele einfache Fehler nicht ertragbringend umsetzen konnten und auch die sich bietenden Vorteile des kleineren Platzes bei Einwürfen oder konsequenterem Suchen des Abschlusses schlecht zu unseren Gunsten einsetzten. Gerade die vielen kleinen Konzentrationsfehler lassen manchmal eben nur noch solche Schlüsse "der hat zu dicke Eier für eine ordentliche Hereingabe" zu...

Für den zweiten Spielabschnitt hieß es nun also die vielen kleinen Fehler zu reduzieren, das Spiel wieder öfter gefährlich schnell machen, sich gegebenenfalls bietende Kontersituationen gut auszuspielen und die sich bietenden Vorteile des kleinen Platzes nutzen, dann sollte man die eigene Defensive einfach entlasten können und den Sieg klarmachen können... Tja aber das Leben findet nicht im Konjunktiv statt und so klappte mit Beginn des zweiten Abschnittes davon so rein gar nichts... Wobei es klappte schon in der Halbzeit nicht mehr viel, so musste sich unser ML mit lauwarmem statt kaltem Leitungswasser, trotz seiner Meinung nach richtigem Einstellen der Mischbatterie, "erfrischen"... Wo wir schon bei erfrischen sind, erfrischend spielten im zweiten Durchgang nur noch die Gastgeber, die von uns durch viel Passivität und weiterhin hohes Fehlerpotenzial gerade zu eingeladen wurden und kurz nach Wiederanpfiff fast sehenswerten ausgeglichen hätten, doch nach einem fantastischen Volleyschuss aus der Distanz war der rechte Innenpfosten mit der Einheit im Bunde... Dies war aber leider kein Wachmacher, sondern nur eine Aufforderung für die Baßlitzer unter unserer großzügigen Mithilfe einen Angriff nach dem anderen zu reiten... "Lasst die Bälle nicht aufspringen!", katastrophale Querschläger - wir versuchten wirklich alles, damit das Baßlitzer Publikum Ihren Spaß hatte. Letztendlich müssen wir uns da bei unserer Katze "Frank" im Tor bedanken, der mit einigen tollen Paraden und einem Teufelskerl-Reflex die Führung am Leben erhielt. Immerhin gelang es mit zunehmender Dauer der Halbzeit im Konterspiel so etwas wie Gefahr zu entwickeln und nach einer guten Aktion von Sven Großmann, der auf der rechten Außenlinie den etwas übermotiviert aus seinem Tor eilenden Baßlitzer Torhüter locker ausspielte und perfekt auf Martin Kleinert zurücklegte, der den Ball jedoch nicht im Tor unterbringen konnte und auch die zweite sich daraus entwickelnde Chance (nach guter Flanke von Sven Großmann), nachdem der Ball von der Latte über die Linie wieder den Weg aus dem Tor fand, nur vermeintlich zum Doppelpack nutzen konnte. Da half auch alles reklamieren nicht (der Ball soll nämlich hinter der Linie gewesen sein), denn der Schiedsrichter gab den Treffer nicht, wofür man ihm nicht mal einen großen Vorwurf machen konnte. An dieser Stelle gehen viele Grüße raus nach Köln... Allerdings gab es sonst viele Situationen, bei denen sich gerade unsere Jungs benachteiligt fühlten und so dürfte z.B. unser Martin Kleinert am Ende wohl mehr Worte mit dem Schiedsrichter "besprochen" als Meter auf dem Platz zurückgelegt haben...
Also blieb das Spiel auf Messers Schneide, da es jedem Zuschauer und auch dem Trainerteam klar schien, dass man hier ohne eigenes drittes Tor nicht als Sieger vom Platz gehen würde, da die Einheit einfach zu viele Torchancen der Baßlitzer zuließ, die dafür allerdings defensiv nach und nach alle Schleusen öffneten und so kamen wir dann doch nochmal in die Gunst einen gefährlichen Konter zu fahren, nachdem der eingewechselte Julian Bielig die Situation im Stile eines Assistkönig erkannte und den sonst zuvor etwas laufscheueren Martin Kleinert auf die Reise schickte, der vor dem heraus eilenden Torhüter glücklicherweise vollkommen abgeklärt zum 3:1 einschieben konnte... Diese Vorentscheidung war doppelt wichtig, denn in der letzten Minute der Nachspielzeit konnten die Gäste mit einem Freistoßknaller noch einmal verkürzen, allerdings ertönte direkt nach diesem der erlösende Schlusspfiff."

 

Die BSG spielte mit: C. Sievert- K. Krille, A. Naundorf, S. Zocher, S. Fromm- D. Bittner, H. Bittner, F. Gronenberg, St. Schreiber- A. Pfaff, R. Eckhardt

Wechselspieler: H. Dießner, T. Pinkert, R. Deuse, T. Hummitzsch

Mannschaftsleiter: A. Staps

Tore für die BSG erzielten: 1:1 D. Bittner, 2:3 H. Bittner

Zuschauer: ca. 60

 

BSG Traktor Baßlitz ... mehr als nur ein Verein!